PPWR · EU-Verpackungsverordnung Stand 01.10.2026

Recyclingfähigkeit: Stufen A bis C erklärt

Frühestens ab 2030 muss jede Verpackung recyclingfähig gestaltet sein und wird in eine Leistungsstufe von A bis C eingestuft. Hier siehst du, was die Stufen bedeuten und warum Mono-PE gut abschneidet.

Die Leistungsstufen

Die Leistungsstufe gibt an, welcher Anteil der Verpackung sich recyceln lässt:

StufeRecyclingfähigkeitDas gilt
Amindestens 95 %zulässig, auch ab 2038
Bmindestens 80 %zulässig, auch ab 2038
Cmindestens 70 %ab 2030 zulässig, ab 2038 nicht mehr
Unter 70 %nicht recyclingfähigdarf ab 2030 nicht mehr in Verkehr gebracht werden

Nach Artikel 6 der Verordnung (EU) 2025/40. Die Pflicht gilt ab 2030 oder erst 24 Monate nach den delegierten Rechtsakten der EU-Kommission, je nachdem, was später ist. Stand 01.10.2026.

Was heißt recyclingfähig?

Eine Verpackung gilt als recyclingfähig, wenn sie im großen Maßstab gesammelt, sortiert und recycelt werden kann und der recycelte Stoff den Primärrohstoff ersetzen kann. Entscheidend ist die Gestaltung, das sogenannte Design for Recycling.

Was beeinflusst die Stufe?

  • Materialmix: Je mehr verschiedene Materialien, desto schwerer das Recycling.
  • Barriereschichten: Aluminium oder EVOH machen Verbunde schwer recycelbar.
  • Druckfarben und Etiketten: Sie können das Recycling stören.
  • Verschlüsse: Zip, Ventil und Ausgießer sollten zum Hauptmaterial passen.
  • Zusatzstoffe und Färbung: Einige verschlechtern die Sortierung.

Warum Mono-PE gut abschneidet

Mehrschicht-Verbunde wie der klassische PET / Aluminium / LDPE-Verbund gelten im Standard-Sortierprozess als schwer recycelbar. Mono-PE besteht nur aus einem Material und hat gute Voraussetzungen für das mechanische Recycling. Die genaue Einstufung hängt aber vom Gesamtaufbau ab, also auch von Verschluss, Druck und Zusatzstoffen.

Mehr dazu: Mono-Material oder Verbund: die Recycling-Realität und Mono-PE statt Aluminium-Verbund.

So planst du den Umstieg

  1. Alle Verpackungen auflisten und nach Material einteilen.
  2. Verbunde mit Aluminium oder EVOH markieren.
  3. Lieferanten nach der Leistungsstufe fragen.
  4. Mono-Alternativen testen, zum Beispiel Mono-PE-Beutel.
  5. Nicht konforme Verpackungen bis 2030 umstellen.

Stand 01.10.2026. Informationen ohne Gewähr, keine Rechtsberatung. Verbindlich ist der Text der Verordnung (EU) 2025/40.

Häufige Fragen

Fragen und Antworten

Ist Mono-PE automatisch Stufe A?

Nein. Mono-PE hat gute Voraussetzungen, die Stufe hängt aber vom Gesamtaufbau ab, zum Beispiel von Verschluss, Druck und Zusatzstoffen.

Was passiert mit Verpackungen unter Stufe C?

Sie gelten nicht als recyclingfähig. Sie dürfen ab 2030 nicht mehr in Verkehr gebracht werden, oder erst 24 Monate nach den delegierten Rechtsakten, falls das später ist.

Wann gelten die strengeren Stufen?

Ab 2038 sind nur noch die Stufen A und B zulässig.

Quellen

Rechtsgrundlagen und Behörden